ORTSVEREIN SELB
FÜR EIN L(I)EBENWERTES SELB

ÜBER UNS

Öffentliche Versammlungen für Parteien wurden erst im Dezember 1945 erlaubt. Auf der ersten Kundgebung der SPD sprach Arno Behrisch vor einem großen Publikum. Dass diese Versammlung ein großer Erfolg war, war auch an den vielen Parteieintritten abzulesen. In kurzer Zeit wuchs die Zahl der Mitglieder auf mehr als 500 an. Schon bei den ersten freien Stadtratswahlen nach dem Krieg ging die SPD als stärkste politische Kraft hervor (SPD 9, KPD 3, bürgerliche Parteien 8 Sitze). Mit Ausnahme der Wahlen von 1948 und 1978 errang die SPD bis 1996 immer die höchsten Stimmenanteile und bildete damit jeweils die stärkste Stadtratsfraktion.

 

 

Amtszeit von Christian Höfer

 

Am 18. März 1956 stellte sich der junge Ortsvereinsvorsitzende der SPD in Selb, Christian Höfer, zur Wahl als Oberbürgermeister. Gegen zwei weitere Kandidaten war er erfolgreich und wurde am 1. Mai 1956 in sein Amt eingeführt. Damit begann eine fast 30-jährige Karriere von Christian Höfer als Oberbürgermeister der Stadt Selb.

 

In seiner Amtszeit entstand 1957 das Sozialzentrum der AWO auf der Kappel und das Feuerwehrgerätehaus in der Lessingstrasse.1959 begann der Neubau der Berufsschule. Von Bedeutung für das kulturelle Leben in Selb war der Erwerb des „Lichtspielhauses“ im Jahr 1966. Von 1967 bis 1969 dauerte der Bau des neuen Gymnasiums und verschlang ca. 6,8 Mio. DM. Zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs wurde der Ostring gebaut und 1976 fertig gestellt. Baukosten ca. 5,9 Mio. DM. Im Jahr 1972 wurde das Hallenbad im Rosenthal Park eingeweiht. Im Jahr 1972 begann man mit der Errichtung einer mechanisch-biologischen Kläranlage. Bis zu ihrer Einweihung im Jahr 1978 hatten sich Kosten von 11,5 Mio. DM angesammelt. Gleich zwei Großprojekte bringt die Stadt Selb nach der Wiederwahl von Christian Höfer im Jahr 1978 auf den Weg. Das Grenzlandtheater wird bis zum Jahr 1982 weitgehend neu gestaltet und im Tiefbau erfolgt der Startschuss für die Erstellung der Nordtangente (Schillerstrasse).

 

Richtungweisend und vorausschauend war auch die Gründung der ESM 1982, die sich noch heute äußerst positiv auf den städtischen Haushalt auswirkt. Die Kommunalwahlen im Jahr 1984 gewinnt Christian Höfer gegen einen Kandidaten mit ca. 58 %. Aufgrund einer schweren Krankheit war er jedoch ab 1987 nicht mehr in der Lage, seine Amtsgeschäfte in vollem Umfang weiterzuführen. Er verstarb am 21. November 1988.

 

12 Jahre OB Werner Schürer

 

Werner Schürer trat 1972 in die SPD ein und leitete fünf Jahre die Arbeitsgruppe der Jusos. 1978 wurde er in den Stadtrat gewählt. Aufgrund der schweren Erkrankung von Christian Höfer führte Schürer 1987 und 1988 die Amtsgeschäfte der Stadt, ehe er nach Höfers Tod im November 1988, am 12. Februar 1989 mit überwältigender Mehrheit zum Oberbürgermeister der Stadt Selb gewählt wurde. Während seiner Amtszeit bis Februar 2001, für eine Neuwahl trat er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an, versuchte er, wegen der Krise in der Porzellanindustrie, dem Verlust von Arbeitsplätzen entgegen zu wirken. Weitere Erfolge waren die Ansiedlung des DZW der Hutschenreuther AG im neuen Industriegebiet „West“, das neue Feuerwehrgerätehaus am Christian-Höfer-Ring, das inzwischen Werner-Schürer-Wache heißt, der Neubau der Ringstrasse und der Westtangente von der Hohenberger- bis zur Talstraße. Die Sanierung der Dr. Bogner-Schule, die Gründung der Abwasserbetriebe, die Erweiterung des Klärwerkes als größte Einzelmaßnahme der Stadt Selb mit  36 Mio. DM und der Ausbau von Entwässerungseinrichtungen in den Ortsteilen Spielberg, Heidelheim, Steinselb, Ober- und Unterweißenbach waren weitere wichtige Projekte. Erwähnt werden muss auch, dass das Bürgerfest und das Porzellinerfest seine Idee waren. Werner Schürer verstarb leider viel zu früh am 16. Juli 2002.

SPD Ortsverein Selb - Ortsvereinsvorsitzender Roland Graf  - Ernst-Reuter-Str. 9 - 95100 Selb - Tel.: 09287/870134 - E-Mail: r.graf-selb@t-online.de