Die Selber SPD wird ihren Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Walter Wejmelka, ins Rennen um den Chefsessel im Selber Rathaus schicken.

Darüber informiert Ortsvereinsvorsitzender Roland Graf. Zum Zeitpunkt der Nominierung für die Stadtratsliste Anfang November gab es noch mehrere persönliche Details zu klären. Jetzt aber sei man sehr froh darüber, der Selber Bevölkerung eine echte Alternative für die Oberbürgermeisterwahl im März anbieten zu können.

Selb stünde vor sechs entscheidenden Jahren, in denen richtungsweisende Weichen für die Zukunft gestellt würden. Als Bespiele nannte er den Stadtumbau, die Outletplanungen und die Bayerisch-Tschechischen-Freundschaftswochen 2023. Graf: „Gerade die letzten Wochen haben gezeigt, dass es dafür eine starke Führungspersönlichkeit mit viel kommunalpolitischer Erfahrung braucht, die im Rathaus die Hosen an hat, selbstbewusst die Interessen der Stadt gegenüber Regierung und Investoren vertritt, aber auch ausgleichend auftritt und Kompromisse suchen und finden kann.“ Fraktionschef Walter Wejmelka brächte genau diese Eigenschaften mit. Die offizielle Nominierung wird, so Graf, am Mittwoch, den 8.Januar um 19.30 Uhr in der Gaststätte Eisstadion stattfinden.

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Euer Team für Selb

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Stimme des Monates. Walter Wejmelka zum Thema:

Polizei in Selb – (k)ein Wahlkampfthema

“…Doch keine Veranstaltung, in der nicht auch die Polizei aufs Tapet kommt.”

Mit diesem Untertitel beginnt der Bericht des “Selber-Tagblatts” über die kürzlich stattgefundene Bürgerversammlung in der Jahnturnhalle. Sollte das aber wirklich jemanden überraschen, so kann ich nur sagen: Augen und Ohren auf! Kaum ein Thema berührt die Menschen in unserer Stadt aktuell mehr. Die Meldungen der vergangenen Monate über Eigentumsdelikte unterschiedlichster Art beschäftigen auch uns. Leider stellte sich nach und nach heraus, daß wir leider mit unseren Befürchtungen in Zusammenhang mit der Degradierung der Polizeiinspektion Selb zu einer Wache ziemlich richtig gelegen haben. Jetzt gilt es, notwendige und sinnvolle Nachbesserungen zu fordern, und das tun wir seit Monaten. Die Präsenz der Streife im nördlichen Landkreis ist nur suboptimal geregelt, die personelle Besetzung entspricht nicht der angekündigten Stärke, eine Aufwertung der Wache in eine Inspektion könnte eine deutliche Verbesserung leisten. Das wollen wir.

Den ganzen Bericht anzeigen

Und das werden wir weiterhin auch sagen. Zurück zur Bürgerversammlung. Ich gebe dem Oberbürgermeister recht, das sollte eigentlich kein Wahlkampfthema sein. Uns kann er mit dieser Bemerkung aber nicht gemeint haben. Denn wir bearbeiten das Thema “Polizei” bekanntermaßen seit 4 Jahren, also weit ab von jeglicher Wahlkampfzeit. Hätten die anderen Gruppierungen im Stadtrat genauso gekämpft wie wir, und nicht schön brav die Hände unter dem Tisch gehalten, wir wären gewiss weiter, als wir heute sind. Wir werden jedenfalls auch weiter den Mund aufmachen, wenn es um die Sicherheit der Bevölkerung geht. Wie werden auch keine Augenwischerei betreiben, und den Menschen einreden, es wären durch Bundes- und Grenzpolizei oder gar durch den Zoll genug Uniformierte im Stadtbild zu sehen. Die haben nämlich bekanntermaßen alle völlig andere Aufgaben zu erfüllen. Und eine gewisse Tragikomik bringt der Zeitpunkt der Bürgerversammlung zu diesem Thema schließlich auch noch mit sich. Sie fand nämlich just in der Woche statt, in der der Bayerische Wirtschaftsminister und Parteichef des Oberbürgermeisters, Hubert Aiwanger, zum Thema Sicherheit mit dem Ausspruch Aufsehen erregt hat, “…jeder anständige Mann und jede anständige Frau solle ein Messer tragen dürfen.” Weiterer Kommentar überflüssig…

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